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Schwerlastwagenverbot auf der Schurwaldquerung

Andreas Schwarz, MdL GRÜNE informierte in Lichtenwald zum kommenden Schwerlastwagenverbot


Andreas Schwarz MdL

Am Mittwoch 15. Februar veranstalteten die Grünen Ortsverband Schurwald zusammen mit dem Arbeitskreis Schwerlastverkehr in der Gaststätte Panorama in Lichtenwald einen Informationsabend zum kommenden Befahrungsverbot für Schwerlastfahrzeuge auf dem Schurwald  über 12 t.  Dies soll ab dem 1. April 2012 gelten.

Trotz der eisigen winterlichen Temperaturen kamen etliche Bürger, um sich aus erster Hand informieren zu lassen, wie das Befahrensverbot jetzt umgesetzt werden soll und was die wesentlichen Rahmenbedingungen dazu sind.

Der Abgeordnete der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz, erläuterte anhand einer übersichtlichen Power-Point-Präsentation, wie das Regierungspräsidium als anordnende Behörde das für die Bürger doch erfreuliche Ergebnis der Sperrung umsetzen wird. „Das ganze Verfahren muss rechtskonform und rechtssicher sein, um auf Dauer Bestand zu haben und keine Klagen von Nutzgruppen wie Speditionen oder anderen nach sich zu ziehen,“ so Andreas Schwarz, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur im Landtag sehr mit dem ganzen Verfahren befasst war.

Die besonderen Verhältnisse in Lichtenwald  sind so, dass als wesentlicher Anordnungsgrund die Sicherheit und die Gesundheit der betroffenen Bürger zu Grunde liegen.

Durch seine Informationen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen  war der Arbeitskreis Schwerlastverkehr  hier mit vielen Bürgern vor Ort die  treibende Kraft, die zusammen mit der Bereitschaft der neuen grünen  Regierungsspitze im Verkehrsministerium dieses für unsere Gemeinden positive Ergebnis erreichen konnte.

Mit dem Verbot der Schwerlastverkehre ab 12 t Gesamtgewicht werden ab dem 1. April 2012 die besonders in den engen Ortsdurchfahrten Thomashardt und Hegenlohe gefährlichen  großen und langen Sattelauflieger und Gliederzüge weitgehend verbannt werden. Durch das Gesamtkonzept für den ganzen Schurwald (Überquerungen Plochingen-Weinstadt  bis Göppingen-Lorch) sollen auch die Interessen der östlichen  mit den westlichen Schurwaldgemeinden zusammenfinden und kein Ausspielen durch Verlagerungsverkehre erreicht werden.  Die weitere Entwicklung des Verkehrs wird beobachtet werden und gegebenenfalls müssen mit weiteren Maßnahmen  Anpassungen vorgenommen werden.

Im Anschluss des Vortrages von Andreas Schwarz entspann sich eine rege Diskussion zum Thema. Die Kontrolle des Verbotes muss konsequent sein, die Beschilderungen für die LKW-Lenker gut sichtbar aufgestellt werden. 

Interessante Gedanken wurden darüber hinaus erörtert, z.B. dass sich die Logistikbranche ändern muss. Die gesamten Kosten, also auch die der sogenannten „weichen“ Kosten wie Einfluss auf die Gesundheit der Bürger, Gebäudeschäden, überhöhter Straßenverschleiß als Folge zu geringer direkter Transportkosten wird dazu führen, dass sich die Logistikbranche diese Kosten zurechnen lassen muss. Nur „Just in time“ Produktion und Logistik ist nicht zukunftsfähig.

Als weiteres Thema wurden die auf dem Schurwald im Bereich Baltmannsweiler - Plochingen angedachten Windkrafträder besprochen.  Die notwendige Energiewende, weg von großen zentralen und gefährlichen Kernkraftwerken oder umweltbelastenden Kohlekraftwerken und hin zu einer dezentraleren Energieversorgung wird uns im Zusammenhang mit den hiesigen Windkrafträdern noch manche hitzige Diskussionen bescheren.